Schlammbehandlung

 

Der Frischschlamm wird dem Faulbehälter im oberen Bereich zugeführt.

Beim Faulbehälter handelt es sich um einen eiförmigen, gut isolierten Betonbehälter. Der Inhalt wird durch den Mischer ( mittig angeordnetes Rührwerk ) ständig gut durchmischt. Am Behälterboden wird der Faulschlamm mit einer Schlammpumpe abgesogen, durch den Wärmetauscher gepumpt, und dem Behälter im oberen Drittel wieder zugeführt. In der oberen Behälterspitze sammelt sich das Faulgas. Dieses 

Gas entsteht durch die mikrobakterielle Zersetzung der organischen Inhaltsstoffe des Rohschlammes. Es bildet sich ein hochwertiges brennbares Gas mit einem Methangasanteil von ca. 70 %. Der Restanteil ca. 30 %  CO 2, und einige Promille weiterer Gase ( z.B. Schwefelwasserstoff ) sind nicht brennbar. Das Faulgas wird nach vorhergehender Aufbereitung und Speicherung weiter verarbeitet.

Der Inhalt des Faulbehälters ist so groß bemessen, dass der täglich zugeführte Rohschlamm etwa 28 bis 30 Tage im im System verbleibt ( ausfault ). Aus dem unteren Teil des Faulbehälters wird der ausgefaulte Schlamm regelmäßig in den sogenannten Nacheindicker abgelassen. Hier setzt sich der Schlamm vom Schlammwasser ( Trübwasser ) ab. Das Trübwasser wird mit einer automatischen Trübwasserabzugsvorrichtung gezielt und dosiert abgepumpt. Ist kein Trübwasser mehr vorhanden, stoppt die Trübwasserpumpe. Das Trübwasser kann mit der beschriebenen Einrichtung aus verschiedenen Höhen ( Zonen ) des Nacheindickers abgepumpt, und weiter behandelt werden.

Der eingedickte Faulschlamm wir aus der trichterförmigen Spitze der Nacheindicker zur maschinellen Schlammentwässerung abgepumpt.